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Fahreignungszentrum > Krankheiten/ Behinderungen/ Leistungseinschränkungen
Es gibt verschiedene Formen der Krankheit, die sich durch die ausgelösten Störungen unterscheiden und auf die Muskulatur wirken. Einige Beeinträchtigungen schreiten sehr langsam vor oder kommen sogar zum Stillstand. Manche Betroffenen erleben eine schnelle Veränderungen ihrer Situation.
Es muss also nicht nur eine aktuelle Lösung im Fahrzeug zur sicheren Bedienung und zur aktiven und passiven Sicherheit gefunden werden, sondern auch die mögliche Fortschreitung und Veränderung des Krankheitsbildes ist zu berücksichtigen.
Jede Situation ist individuell zu betrachten, deshalb kommt dem verkehrsmedizinischen Gutachten eine große Bedeutung zu.
Folgende Fragen sind vorrangig zu beantworten:
* Um welche Form der Muskeldystrophie handelt es sich?
* Welche funktionellen und psychischen Leistungseinschränkungen bestehen?
* Besteht die Gefahr der plötzlichen Aktionsunfähigkeit?
* Gibt es es eine Medikation, die Auswirkung auf die Fahrtauglichkeit hat?
* In welchen Abständen sind Nachuntersuchungen erforderlich?
* Für welche Fahrerlaubnisklasse besteht ggf. Fahrtauglichkeit? Für welche Fahrzeuge? Mit welchen Einschränkungen?
An technischen Fahrhilfen stehen z. B. zur Verfügung:
* Automatisches Getriebe
* Servolenkung, evtl. besonders leichtgängige Servolenkung
* Gas und Bremse von Hand bedienbar, evtl. fremdkraftunterstützt (ohne viel Kraftaufwand)
* Einstieg mit Rollstuhl über Rampe oder Lift
* Elektrorollstuhl als Fahrsitz
Vor Beginn der Fahrausbildung sollte ggf. eine ausführliche Beratung mit unseren Fachleuten in Verbindung mit dem Verkehrsmediziner oder der Verkehrsmedizinerin und dem TÜV-Sachverständigen erfolgen.